ROT ODER TOT, FOLGE 2

DER WELTFRIEDEN HAT NICHTS MIT DIR ZU TUN.
studioNAXOS, Premiere 2017
  • Foto: © Marcus Morgenstern
Die 60er Jahre. Geteilte Familien. Hier trifft eine Elterngeneration von staatstreuen Kommunisten, welche Nazideutschland noch erlebt hat, auf eine Kindergeneration, die auf der Suche ist. Kommunisten sind sie auch, aber sie wollen Kritik üben können an diesem Staat. Welche Haltung hat man zum Mauerbau? Zum elften Plenum? Zum Prager Frühling? Wen verrät man – das eigene Kind oder die Idee? 
Eine Produktion von ELEGANZ AUS REFLEX
Regie: Carolin Millner 
Bühne: MORGENSTERN&WILDEGANS 
Dramaturgie: Fee Römer 
Kostüm: Maylin Habig 
Produktionsassistentin: Carmen Salinas 
Film: Teresa Hoerl 
Spieler*innen: Andreas Jahncke, Magdalena Wabitsch, Nicolai Gonther, Philipp Scholtysik 
Die zweite Folge wurde für den citoyen Preis der Stadt Frankfurt am Main nominiert und war zum MADE in Hessen Festival (2019/2020) eingeladen. Dort gewann die Produktion den Jury Preis und war am Staatstheater Wiesbaden sowie am Staatstheater Darmstadt zu sehen. Weitere Gastspielreisen führte die zweite Folge nach Berlin (Theaterdiscounter 2018) und nach Bielefeld (flausen festival 2018)

Die Schauspieler und das Bühnenbild verzichten auf großes Tamtam. Mit der direkten Rede in das Publikum hinein und dem stetigen direkten Blick, fühlt sich der Zuschauer einbezogen. Durch die interaktive Rolle des Publikums bleibt die ganze Zeit ein bisschen Irritation, Spannung und Neugierde im Raum verhaftet. Gefesselt folgt man so dem von uns selbst entschiedenen Ablauf… Die Inszenierung war mitreißend. Einerseits durch die familiäre Geschichte emotional berührend und andererseits gerade wegen der aktiven Mitwirkung unsererseits an der Narration des Abends. Das Stück hinterließ einen bleibenden Eindruck und viel Raum für Diskussion und Interpretation. Das Publikum war mitgenommen von der Aufführung und dankte es mit gebührendem Applaus, welcher definitiv von Begeisterung sprach. Als grandiose Darsteller entpuppten sich an diesem Abend Nicolai Gonther, Andreas Jahncke und Magdalena Wabitsch.

Megalomania Magazin Frankfurt am Main, Gina Stöcklein

Ein Abend, der Lust macht, ein zweites Mal zu sehen, welche Wendung das Stück durch Interventionen des Publikums nehmen kann.

Jury MADE.festival
Die Produktion entstand in Kooperation mit studioNAXOS. Ermöglicht wurde das Projekt durch das Kulturamt Frankfurt am Main, dem Ministerium für Kunst und Wissenschaft des Landes Hessen, der HolgerKoppe Stiftung, der Naspa Stiftung, der FAZIT Stiftung und flausen-young artists in residence.